UM DIE ECKE ist ein moderner Stadtteilguide mit Einkaufs-, Gastronomie-, Dienstleistungs-, Freizeittipps und Wissenswertem rund um das Leben im  Stadtteil. Hier findet man nicht nur angesagte Highlights, sondern auch Geheimtipps und ganz Gewöhnliches und Nützliches, was zum täglichen Leben gehört. Ein ausgesuchter Mix, der das Flair des Stadtteils ausmacht, so vielseitig, wie die Menschen mit Ihren unterschiedlichen Ansprüchen. Charmant und authentisch präsentiert. Persönlich recherchiert, redaktionell geschrieben, liebevoll gestaltet, von einem Team von Designern und Journalisten – wie eine Empfehlung unter Freunden und Nachbarn. Dazu gibt es in jeder UM DIE ECKE-Ausgabe attraktive Gutscheine für einem speziellen UM DIE ECKE-Rabatt oder kleinen Geschenken für die Kunden.
UM DIE ECKE nimmt Sie mit auf einen Bummel durch den Stadtteil. Es öffnet dem Leser die Türen, läd ihn ein, informiert und lässt ihn auch hinter die Kulissen gucken, macht Verborgenes sichtbar. Hier erfährt der alteingesessene Stadtteilbewohner sicher so manches, was er noch nicht wusste. Für neu Hinzugezogene und Kunden aus anderen Stadtteilen ist das Heft eine nützliche Orientierungshilfe. Es dient als Anregung auch mal um die Ecke zu gucken, die gewohnen Laufwege zu verlassen und dabei Neues oder auch Gewohntes neu zu entdecken.

Die aktuelle Ausgabe 2019/2020 mit wertvollen Gutscheinen* ist kostenlos erhältlich bei vielen Händlern im Zooviertel (Düsseltal), Pempelfort-Ost und Umgebung.

 

Bisher erschienen: Im praktischen Handtaschen-Format (DINA 6):

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Think global, buy lokal. Einkaufserlebnis direkt um die Ecke.

Warum das Gute in Düsseldorf so nah liegt

// Interview von Jutta Oster //

Artdirectorin Claudia Streckel hat den Stadtteilguide UM DIE ECKE entwickelt, den es mittlerweile für verschiedene Düsseldorfer Stadtviertel gibt. Ein Gespräch mit der Designerin und Herausgeberin über den Einkauf im Viertel, die Lust am Schönen und den besonderen Charakter ihrer Heimatstadt.

In Düsseldorf werden Shoppingträume wahr, schreibt die „Süddeutsche Zeitung“. Stimmt das aus deiner Sicht? Ist Düsseldorf eine tolle Einkaufsstadt?

Dieses Kompliment kann ich nur bestätigen – dabei denkt jeder sicher sofort an Königsallee, Schadowstraße und Alt- und Carlstadt. Aber auch die einzelnen Viertel jenseits der großen Einkaufsmeilen machen das Shoppen in Düsseldorf zum Erlebnis. Jeder Stadtteil hat seinen eigenen, unverwechselbaren Flair. Und es gibt eine Menge kleiner, individueller Geschäfte zu entdecken, die sich in Hinterhöfen und Seitenstraßen verbergen. Mit meinem Stadtteilguide UM DIE ECKE möchte ich diese ins Rampenlicht rücken.

Wie ist die Idee zu deinem Stadtteilführer entstanden?

Mir ging es lange so wie vielen Berufstätigen: Ich bin samstags in die Innenstadt gehetzt, um meine Einkäufe zu erledigen. Bei einem Straßenfest in meinem Heimatstadtteil Grafenberg habe ich dann entdeckt, welch tollen Einzelhandel das Viertel zu bieten hat. Ich hatte gleich den Impuls: Das möchte ich anderen Menschen zeigen. So ist 2013 die Idee zu UM DIE ECKE entstanden – inzwischen gibt es insgesamt elf Ausgaben für verschiedene Statteile. Mir war von Anfang an klar, dass ein guter Stadtteilführer schön gestaltet, aber auch praktisch sein muss. Der Guide im Handtaschenformat kann Begleiter bei jedem Einkauf sein.

Warum ist es dir so wichtig, den lokalen Einzelhandel, das Geschäft um die Ecke, zu unterstützen?

Inzwischen kaufe ich fast nur noch im Stadtteil ein – durch UM DIE ECKE kenne ich die besten Adressen. Bei Amazon etwa habe ich noch nie bestellt. Ich schätze einfach das Einkaufserlebnis vor Ort: sich beraten zu lassen, einen Gegenstand in die Hand zu nehmen, zu fühlen, zu sehen und zu probieren. Ich genieße aber ebenso das Zwischenmenschliche, den Kontakt mit den Verkäufern und Menschen im Viertel, meine Nachbarn zu treffen. Und ich schätze es, nach draußen zu kommen, mich zu bewegen und frische Luft zu tanken, auch mal mit dem Fahrrad zum Einkaufen zu fahren. Den lokalen Einzelhandel zu unterstützen, war zunächst gar nicht mein Ziel, ich habe das eher aus Kundensicht betrachtet. Aber inzwischen ist mir die Unterstützung des Einzelhandels ausgesprochen wichtig. Wenn wir nur noch die großen Handelsketten hätten, würden unsere Stadtteile doch um einiges ärmer aussehen. Die Vielfalt aus großen und kleinen Läden macht den besonderen Charakter der Düsseldorfer Geschäftswelt aus.

In Zeiten von Online-Shopping und Apps setzt du bewusst auf Print?

Ja, gerade weil ich den ganzen Tag am Computer sitze und sogar Apps und Onlineauftritte gestalte, brauche ich einen Gegenpol und schätze das Einkaufserlebnis vor Ort. Zu einem guten Einkauf gehört für mich das haptische Erleben: im Guide blättern, stöbern, sich inspirieren lassen. Mein Stadtteilführer ist so aufgebaut, dass die Leser damit von Straße zu Straße, von Geschäft zu Geschäft schlendern können, ganz ohne lästiges Scrollen – Digital Detox eben. Ich denke, dass in Zeiten von Globalisierung und Digitalisierung die Nähe zum Menschen wieder mehr geschätzt wird. Und für mich hat das gedruckte Wort immer noch einen anderen Stellenwert, ein anderes Gewicht. Ich bin sicher, dass Händler damit eine kaufkräftige Zielgruppe erreichen können. Aber selbstverständlich ist UM DIE ECKE ebenso online vertreten, mit einem Internet-Auftritt und in den sozialen Medien.

Wie kommt ein Geschäft in deinen Stadtteilguide?

Bei den ersten Ausgaben habe ich Geschäftsleute angesprochen – inzwischen kommen viele auf mich zu. Mir ist es wichtig, dass ich jeden Laden, jedes Restaurant persönlich kenne und besten Gewissens weiterempfehlen kann. Gemeinsam mit dem Händler arbeite ich zunächst heraus, was den Markenkern seines Geschäfts ausmacht. Im nächsten Schritt werden dann Text und Gestaltung in Zusammenarbeit mit Profis wie Werbetextern oder Journalisten und Fotografen erstellt. Der Kunde bekommt so ein professionelles Marketing und die Leistungen einer Full-Service-Agentur aus einer Hand – zu einem Preis, der weit unter dem in anderen Magazinen liegt. Da ich auch kleine Geschäfte mit kleinem Budget unterstützen möchte, die so wichtig für einen lebendigen Stadtteil sind, ist das bereits ab 150 Euro möglich. Eine Doppelseite kostet ab 480 Euro.

Wie ist bisher das Feedback auf UM DIE ECKE?

Anfangs waren die Inhaber oft skeptisch – weil sie schon viel Geld für Werbung ausgegeben haben, die oft nichts gebracht hat. Inzwischen haben die Händler erkannt, dass mein Konzept, das auf jahrelanger Marketing- und Agenturerfahrung im Bereich klassische Werbung und Verkaufsförderung basiert, anders ist und einfach funktioniert. Das Feedback der Händler und Leser ist durchweg positiv. Den Geschäften gelingt es damit, neue Kunden zu gewinnen und Ihren Stammkunden eine Freude zu machen. Neulich erzählte mir noch der Besitzer eines Restaurants in Pempelfort, dass er aufgrund des Portraits in UM DIE ECKE Gäste gewonnen hat, die bislang immer an seinem Lokal vorbeigegangen waren. Und als ich vor einiger Zeit einen Käsehändler überzeugen wollte, kam zufällig eine Leserin vorbei, die das Heft empfahl, mit den Worten: „Ich liebe diese Hefte!“ Die hätte ich wohl bestellt, meinte der Händler. Aber sie war nicht bestellt – ich kann mich auf meine Leserschaft einfach verlassen.

Was ist dein schlagkräftigstes Verkaufsargument?

Das sind die guten Erfahrungen der Händler, Restaurantbesitzer und Dienstleister, die bereits in UM DIE ECKE vertreten sind. Deshalb möchten fast alle in jeder neuen Ausgabe wieder dabei sein. Wenn ich aber merke, dass ein Geschäft nicht so recht in mein Konzept passt, der Inhaber seine Zielgruppe nicht erreichen wird, rate ich von einem Advertorial oder einer Anzeige ab. Denn nur zufriedene Kunden empfehlen mich weiter. Und mir ist es wichtig, dass wir schöne Produkte und eine schöne Gestaltung haben – das Heft lebt einfach von seiner Optik.

Was unterscheidet UM DIE ECKE sonst noch von anderen Magazinen?

Es schafft eine ganz besondere Nähe zum Stadtteil. Die Leserinnen erfahren darin Wissenswertes über ihre Heimat, können an einem Stadtteil-Quiz teilnehmen und Gutscheine für ihre Lieblingsgeschäfte einlösen. Dieses Konzept – inklusive der konsequenten Fokussierung auf einen Stadtteil – ist meines Wissens nach einmalig und unterscheidet UM DIE ECKE von seinen Wettbewerbern. Darum freue ich mich auch besonders darüber, dass meine Stadtteilguides in der Tourismusinformation Düsseldorf ausliegen.

Dort erreichst du vor allem Touristen. Wie kommt der Stadtteilguide zu seinen Leserinnen und Lesern im Viertel?

Darüber habe ich mir viele Gedanken gemacht. Ich lasse meinen Guide vor allem in Neubauvierteln verteilen. So sind Neuzugezogene gut versorgt, die ihren Stadtteil erst noch kennenlernen müssen und damit eine interessante Zielgruppe für Händler und Dienstleister darstellen. Auch Immobilienmakler arbeiten damit, die ihren Kunden ein Viertel schmackhaft machen wollen. Ebenso schätzen aber auch langjährige Bewohner den Guide, weil sie darin immer wieder was neues entdecken. Wenn sich jemand beschwert, dass er schon länger kein Exemplar mehr im Briefkasten hatte, nehme ich das als Kompliment – weil ich dann weiß, dass UM DIE ECKE fester Bestandteil des Einkaufs im Viertel geworden ist. Das Heft liegt ebenso in Geschäften aus, in Hotels, Arztpraxen, aber auch in umliegenden Firmen, da viele Angestellte ihre Einkäufe in der Mittagspause erledigen.

Hast du schon Pläne für künftige Projekte?

Tatsächlich habe ich schon neue Ideen. Künftig möchte ich ergänzend zu den UM DIE ECKE-Heften einen saisonalen Katalog herausgeben. Der Fokus wird dann auf Produkten liegen, die zur Jahreszeit passen. Mehr verrate ich noch nicht!